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Mit Innovationen 125 Jahre Zukunft gebaut
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Das börsennotierte Familienunternehmen Hornbach blickt auf eine vielschichtige Firmengeschichte zurück
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NEUSTADT, 01.06.2002. Mut zu Neuerungen und instinktsicheres Besetzen zukunftsträchtiger Nischen zum richtigen Zeitpunkt wurden in der Geschichte der Firma Hornbach, die in diesen Tagen auf ihr 125jähriges Bestehen zurückblickt, kennzeichnende Merkmale ihrer Entwicklung. Dabei nimmt das Unternehmen heute gleich in zweifacher Hinsicht in der Baumarktbranche eine Sonderstellung ein: Es wird als einziges mittlerweile schon in der fünften Generation von einer Familie geleitet. Darüber hinaus ist es - ebenfalls ein Unikum - an der Börse notiert und in dem SDAX geführt. Dies betrifft sowohl die HORNBACH HOLDING AG als auch neuerdings die HORNBACH-Baumarkt-AG.
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Die Keimzelle der Firma ist ein Handwerksbetrieb, den Schieferdeckermeister Michael Hornbach 1877 in Landau/Pfalz gründete, wobei die Wurzeln der Familie im Bauhandwerk sogar bis ins frühe 18. Jahrhundert zurückreichen. Es war der Bauboom der Gründerzeit nach der Entfestigung der Stadt, der den Ur-Urgroßvater der heutigen Führungsgeneration zur Eröffnung des Schieferdeckerbetriebs ermutigte.
Damit legte er den Grundstein für den heutigen Konzern mit weit über 8000 Mitarbeitern, gegliedert in die Obergesellschaft HORNBACH Holding AG und vier Tochtergesellschaften: die HORNBACH-Baumarkt-AG als größte operative Gesellschaft, die noch im Jubiläumsgeschäftsjahr ihren 100. Markt eröffnen wird, die HORNBACH Immobilien AG, die HORNBACH Baustoff Union GmbH mit 10 Baustoffhandlungen und die HORNBACH Florapark GmbH mit drei alleinstehenden Gartencentern.
Der Sohn des Firmengründers, Wilhelm Hornbach, ging den nächsten Schritt und fand zum richtigen Zeitpunkt die Nische, aus der sich weiteres Wachstum bauen ließ. Zunächst Schieferdecker wie sein Vater, erweiterte er den Handwerksbetrieb um den Geschäftszweig Handel, indem er 1900 eine "BaumaterialienHandlung" eröffnete. Bis auf den heutigen Tag blieb der Handel mit Baustoffen ein Schwerpunkt im Baumarkt-Angebot von HORNBACH. Zusätzlich erkannte Wilhelm Hornbach die Entwicklungschancen eines völlig neuen Baustoffs, des Eisenbetons. Mit sicherem Gespür dafür, dass sich mit dieser zukunftsträchtigen Technik große Perspektiven eröffneten, fügte er seiner Handlung ein "Spezialgeschäft für die Ausführung von Stampfbeton und Eisenbeton für Hoch- und Tiefbau" hinzu. Der Erste Weltkrieg und vor allem aber die Inflation beendeten die außerordentliche Blüte des Geschäfts, das zeitweise bereits damals 100 Mitarbeiter beschäftigte.
Während er sich von diesem Niedergang nie mehr erholte und zwischen den Kriegen auf einen reduzierten Baustoffhandel zurückzog, bauten nun seine Söhne Albert und Wilhelm Hornbach junior ein eigenes Geschäft auf, das ab 1924 unter dem Namen A. + W. Hornbach zunächst ebenfalls Baustoffe, Terrazzo- und Zementwaren verkaufte. Aber auch sie fanden darüber hinaus einen Bereich, der Zukunft verhieß. Nach dem Ablauf des Emscher Patents begann die Firma Mitte der 30er Jahre mit dem Bau von Kleinkläranlagen und schuf sich damit in schwieriger Zeit eine sichere, wenn auch bescheidene Existenz.
Die eigentliche Blütezeit des Kläranlagenbaus kam indes nach dem Zweiten Weltkrieg in den Jahren des Wiederaufbaus. Nach dem Tode des Vaters fusionierten 1946 die beiden Unternehmen. Wieder mit dem klaren Blick für die Bedürfnisse der Zeit ging man zur Großproduktion von Haus- und Gemeindekläranlagen über und errichtete damit ein sicheres Fundament für jegliches Wachstum in den folgenden Jahrzehnten, wobei der Handel mit Baustoffen parallel dazu immer beibehalten wurde. Für die serienmäßige Großproduktion - in Spitzenzeiten verließen pro Jahr bis zu 4000 Kläranlagen das Werk - baute die Firma 1954 in Bornheim eine Fabrikationshalle und verlegte schließlich auch ihren Firmensitz von Landau hierher vor die Tore der Stadt, wo sich noch heute der Sitz der wichtigsten operativen Tochtergesellschaft HORNBACH-Baumarkt-AG befindet.
1964 wurde diese Produktion in eine eigene Firma ausgegliedert und beträchtlich erweitert: Die A. & W. Hornbach oHG erreichte mit der Herstellung von großen Löschwasser- und Industriebehältern, gefertigt aus einem selbst entwickelten und patentierten Baukastensystem, eine führende Position als Spezialist für Großbehälter, insbesondere für Abwasserreinigung. Das Unternehmen lieferte diese Anlagen mit großem Erfolg in viele Länder Europas und nährte damit eine "Cash Cow", die ihrerseits nun ebenfalls die Umsetzung einer neuen Idee ermöglichte.
Im Herbst jenes Jahres war Otmar Hornbach, der Sohn von Wilhelm Hornbach junior und seit 1949 in der Firma tätig, mit einer Gruppe von Baustoffhändlern in die USA gereist, um dort die junge Welt der Baumärkte kennen zu lernen. Sein "Souvenir" war die Begeisterung für die neue DIY-Welt und die Überzeugung, deren Ideen auf hiesige Verhältnisse übertragen zu wollen. Die Folge war 1968 die Eröffnung des ersten, 4000 qm großen Baumarktes in Bornheim, dem er mit dem Mut eines Pioniers einen Gartenmarkt angliederte. Diese Verbindung war in Deutschland, ja sogar in Europa eine sensationelle Neuerung und wurde Maßstab für alle folgenden Märkte der Branche.
Nun folgte von der Pfalz und Süddeutschland ausgehend eine Marktgründung der anderen, bis sich ein Netz von Märkten über die ganze Republik spannte. Das Expansionstempo wurde dabei in den 80er und vor allem den 90er Jahren immer schneller. Gleichzeitig wurden die neuen Baumärkte über immer weiter entwickelte Prototypen zunehmend größer und erreichten ihre jetzige Dimension. Dadurch steht HORNBACH mittlerweile als Marktführer der über 10.000 qm großen DIY Megastores da, und seine Flächen sind im Durchschnitt doppelt so groß wie die der Branche, ein Vorsprung, auch an Erfahrung, der nicht einzuholen ist. "Größe macht sinnlich", bekennt Otmar Hornbach im Rückblick und bekräftigt seine von amerikanischen Verhältnissen inspirierte Entscheidung für die Riesen mit Warehouse-Charakter.
Antreibendes Kriterium für den Mut zur Größe waren der Wunsch und die Erkenntnis, dass der immer professioneller vorgehenden und größer werdenden Schar der Heimwerker ein Eldorado des DIY-Sortiments geboten werden sollte, an dem die Merchants über die Jahrzehnte akribisch feilten, so dass heute ein Angebot von bis zu 60.000 Artikeln die Märkte füllt. Auch die Wahl der überwiegend in Firmenbesitz befindlichen Standorte fiel in erster Linie unter dem Gesichtspunkt der bestmöglichen Größe und Erreichbarkeit und man verzichtete eher als sich auf unbefriedigende Kompromisse einzulassen.
Das hohe Wachstumstempo verlangte zusätzliches Kapital, weshalb die heutige HORNBACH HOLDING AG 1987 an die Börse ging und erneut einen Schritt voraus tat, denn in Deutschland war dies für ein Unternehmen des Einzelhandels ein eher unüblicher Weg. Im Jahr 1993 erhöhte sich nach dem Börsengang der HORNBACH-Baumarkt-AG die Schlagzahl der Markteröffnungen ein weiteres Mal und brachte in der Folge pro Jahr bis zu zehn Märkte im Megastoreformat hervor.
Nach der Wende baute HORNBACH als erstes Unternehmen der Baumarktbranche in den neuen Bundesländern neue, typische Märkte, die zudem gleich die größten des Unternehmens waren. Dresden machte 1991 mit sensationellem Erfolg den Anfang, gefolgt noch im gleichen Jahr von Leipzig. Inzwischen sind die magentaroten Märke an insgesamt zwölf Standorten im Osten Deutschlands zu finden.
1996 fiel die Entscheidung für das Ausland. Österreich machte den Anfang, gefolgt von den Niederlanden, Luxemburg und Tschechien. Nun wird in wenigen Wochen in der Schweiz der erste Markt eröffnet und Schweden als neues Land hinzukommen.
Parallel zur Entstehung immer neuer Märkte hat sich die Zahl der Mitarbeiter vervielfacht. Aus einem Betrieb mit einem Dutzend Angestellter in den frühen 50er Jahren ist ein Konzern mit weit über 8000 Mitarbeitern geworden, so dass nicht ohne Grund HORNBACH der Ruf einer "JobMaschine" vorauseilt. Abgesehen davon gehört es zur Unternehmenskultur, hohe Summen in die Aus- und Weiterbildung zu investieren.
Als mit dem ersten Börsengang das Wachstumstempo anzog, entschied sich Otmar Hornbach, der bis dahin das Unternehmen zusammen mit seinem Vetter Albert Hornbach führte, nunmehr die Söhne in die Verantwortung einzubinden. Seit 1. November vergangenen Jahres ist der Generationswechsel vollzogen, hat die fünfte Generation mit Albrecht und Steffen Hornbach das Ruder der HORNBACH HOLDING bzw. der HORNBACH-Baumarkt-AG übernommen. Auch sie haben ihrem Kurs sanft, aber deutlich eine neue Richtung gegeben: Die Allianz mit Kingfisher schafft jene Kapitalreserven, die man zur Beschleunigung der dritten Stufe der Expansionsambitionen braucht. Unter der Devise "HORNBACH goes Europe" wird das Ausland verstärkt ins Visier genommen. So setzt sich der Mut zu neuen Schritten auch in der fünften Generation fort, deren Ziel es ist, am Ende des Jubiläumsgeschäftsjahres die Umsatzschwelle von 2,0 Mrd. Euro übertreffen zu können und ihr Ranking in der Spitzengruppe deutscher Baumarktbetreiber weiter auszubauen.
Pressekontakt:
Dr. Ursula Dauth
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Fon: (+49) 6321 / 678-9321
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