1. Zunächst sollte die zu
bearbeitende Wandfläche mit einer
seidenglänzenden DIN-Wandfarbe
weiß gestrichen werden. Natürlich
werden Ihre Wände in Wischtechnik
eleganter aussehen, wenn sie farbig
vorgestrichen sind. Dann wird das
Ergebnis naturgemäß etwas dunkler
sein, aber dafür geheimnisvoller und
origineller. Die Untergründe können
Rauhfasertapeten oder Glasgewebe,
normale Putze oder überstrichene,
alte, waschbeständige
Dispersionsanstriche sein.



2. Der Effekt nach der
Grundfarbgebung sollte mit einer
abgetönten Wandlasurfarbe erfolgen.
Entweder wird sie mit Schwamm,
Tuch oder Wischhandschuh,
nachdem das Werkzeug in Farbe
getaucht und abgetupft wurde, mit
leichten, kreisenden Bewegungen
oder aber mit diagonal (immer eine
Richtung) verlaufenden
Wischbewegungen aufgebracht. Die
entstehenden Ränder überflüssiger
Farbe werden leicht mit einem
flachen Malerpinsel verteilt. Danach
muss zügig Fläche für Fläche weiter
verarbeitet werden, damit keine
Übergänge zu sehen sind. Der
besondere Reiz der Oberfläche
entsteht insbesondere durch die Art
des Verwischens und natürlich durch
die Wahl des Farbtons.







3. Am besten sollten Sie zu zweit mit
dieser Technik arbeiten. Eine Person
sollte die Farbe mit einem Roller
auftragen. Nehmen sie sich dafür
immer ein begrenztes Feld vor. Am
sichersten ist es, eine rund 80 x 160
cm große Teilfläche - immer von unten nach oben - zu bearbeiten! Die
zweite Person sollte dann die Farbe
verwischen. Die "Hohe Kunst" der
Wischtechnik besteht in einem
mehrschichtigen Farbauftrag. Er
kann entweder über die gesamte
Wandfläche oder nach
Schwerpunkten (Ecken, Türen,
Fenster) erfolgen, um so dem Raum
ein wenig Patina zu geben. Eine
interessante Gestaltungsvariante ist
auch die, die von unten nach oben
verläuft. Dabei ist der Farbauftrag
unten dichter und dunkler und nach
oben zur Decke hin hellt er sich
immer weiter auf.



4. Achten Sie bei der Farbgebung
immer darauf, dass die
Tonhöhenunterschiede gering,
höchstens zwei Farbschritte
innerhalb einer Seite oder eines
Kapitels Ihres Farbfächers betragen.







5. Selbstverständlich können Sie
noch mit einer zweiten Effektfarbe
auf Ihre Wand gehen, so wird sie
noch elementarer und interessanter
werden. Auch wenn zwei, drei oder
vier verschiedene Wischfarben
verwendet werden, ist immer darauf
zu achten, dass sie entweder:
- Ton-in-Ton Harmonien oder
- Querschnittsharmonien oder aber
- Akzentkontrastierungen (Vorsicht!)
aufweisen.